Passives Einkommen sichern: Diese 3 Dividenden-Aktien für hohe Rendite im März 2026
Immer wieder fallen Aktien stark und bieten dann eine hohe Dividendenrendite. Macht es Sinn diese Aktien dann zu kaufen? Zumindest die sog. Dogs of the Dow Strategie (kaufe die 10 Aktien mit der höchsten Divi Rendite) hat eine Zeit lang funktioniert. Klassische Dividenden ETFs hinken aber dem S&P500 immer sehr deutlich hinterher.
Die Inhalte dieses Beitrags stellen keine Anlage-, Finanz- oder sonstige Beratung dar. Es handelt sich ausschließlich um persönliche Einschätzungen. Bitte führe deine eigenen Recherchen durch und treffe Entscheidungen selbstständig.
Kurzfassung
- HP, General Mills und T.Rowe haben derzeit eine hohe Dividendenrendite, stabile Dividende und Auszhalung (vermutlich) sicher
- Jedes dieser Unternehmen weist aber auch Punkte auf, die gegen ein Investment sprechen
- Ich kaufe keine der drei dargestellten Aktien
Dividenden Aktien
Viele Anleger setzen auf Dividendenaktien, weil sie neben möglichen Kurssteigerungen auch einen regelmäßigen Cashflow bieten können. Gerade in volatilen Marktphasen schätzen Investoren diese Kombination aus laufenden Ausschüttungen und langfristigem Vermögensaufbau.
Dividendenaktien sind Unternehmen, die einen Teil ihres Gewinns regelmäßig an ihre Aktionäre ausschütten. Für viele Investoren sind dabei vor allem eine attraktive Dividendenrendite, eine stabile Ausschüttung und idealerweise eine langfristig steigende Dividende entscheidend. Unternehmen, die ihre Dividende über viele Jahre hinweg kontinuierlich erhöhen, gelten häufig als besonders solide und aktionärsfreundlich.
Unter diesen Aspekten habe ich 3 solide Dividendenaktien rausgesucht und sie näher beleuchtet. HP, General Mills und T.Rowe Price. Aktuell besitze ich keine dieser Unternehmen. Alle drei sind in jüngerer Vergangenheit aus verschiedenen Gründen stark abgestraft worden, die Dividende halten sie aber schon seit vielen Jahren stabil und die Ausschüttungsquoten sind auch in Ordnung.
Beliebt sind die stabile Dividendenaktien vorallem deshalb, weil man direkt sehen kann welche Rendite man pro Jahr erhält und einen entsprechenden Geldbetrag auf seinem Konto vorfindet. Zudem kann man sich damit langfristig auch ein schönes zusätzliches Einkommen aufbauen, das dann entweder reinvestiert oder auch schön zum leben genutzt werden kann. Wäre das nicht perfekt, jährlich mehrere 10.000 EUR an Dividende zu bekommen und den Job an den Nagel zu hängen?
Zuletzt noch ein Beispiel: Wenn man Ende 2023 in BAT (British American Tobacco) investiert hätte, könnte man heute 100% Kursgewinn und eine 10% Dividendenrendite haben. Das habe ich allerdings auch nicht gemacht.
Es gibt immer wieder ähnliche Chancen, wenn einzelne Unternehmen oder auch ganze Branchen unter Druck geraten.
HP Inc.
- Hersteller von Laptops, PCs, Druckern und entsprechendem Zubehör
- Dividendenrendite bei 6,25%
- Erhöhen seit 15 Jahren die Dividende, keine Senkung seit 26 Jahren
- Pay-Out vom Gewin bei 37% und 38% vom FCF
- In 10 und 5 Jahren lag die ø Steigerung bei ca. 10% p.a.
- Umsatz seit vielen Jahren konstant (leichte Schwankungen)
- EPS verändert sich jedoch kaum, daher KGV bei nur 6 (trotzdem gering)
- FCF schwankt etwas mehr, jedoch keine Steigerung erkennbar K/FCF auch bei 6
- Nettomarge von 4-5% ist schwach
- Eigenkapital leicht negativ (gefällt mir gar nicht)
- Regelmäßige Aktienrückkäufe
Die Pay-Out Ratio von unter 40% ist sehr gut, eine Kürzung ist vermutlich nicht so schnell notwendig. Der Kurs ist u.a. deshalb stark gefallen, da HP dieses Jahr schwächere Margen erwartet aufgrund der hohen Preise für Speicherchips. Es wird ein EPS von $2,90 bis $3,20 erwartet (letztes Jahr $3,12). Die Dividende scheint zumindest sicher zu sein.
Das Geschäft gefällt mir jedoch nicht besonders gut aufgrund fehlendem langfristigen Wachstum, sehr geringen Nettomargen und negativem Eigenkapital.
General Mills
- Lebensmittelhersteller, setzt besonders auf Snacks, Fertiggerichte oder Backwaren, aber auch auf Cereals (Müsli)
- Bekannte Marken sind u.a. Häagen-Dazs außer in USA und Kannada (Eiscreme) oder Nature Valles (Müsliriegel)
- Dividendenrendite bei 6,2%
- Erhöhen seit 5 Jahren aber keine Senkung seit 37 Jahren
- Pay-Out vom Gewinn bei 65% und 73% vom FCF
- Steigern im Schnitt zwischen 3-4% p.a.
- Umsatz leicht Rückläufig, da sie verschiedene Marken, Produkte und Geschäftsbereiche verkaufen
- Gewinn (noch) konstant aufgrund der Einnahmen aus den Verkäufen
- Nettomarge lag historisch bei 12% (derzeit auch) und auch die operative Marge ist gut mit 20%
- Langfristige Verbindlichkeiten in Höhe von $12Mrd. (ca. 5 Jahre Nettogewinn)
- ROE bei starken 27% und ROIC bei 12% (ok-isch)
- Eigenkapital jedoch erst seit 2020 steigend und nimmer derzeit durch die Verkäufe ab
- KGV von 10 mit dem zukünftigen EPS für 2026 laut Management
- FCF ähnlich zu Gewinn
Die Pay-Out Ratio ist relativ hoch, auch darauf bezogen, dass der Gewinn um 16 – 20% fallen soll, wird die Pay-Out Ratio steigen, wenn die Dividenden mindestens konstant bleibt.
Abgesehen davon sind die Schulden hoch mit 5x Gewinn/FCF und entsprechend gering ist das ROIC. Ansonsten sieht General Mills aber stark aus mit 12% stabiler Nettomarge.
T.Rowe Price
- Asset Manager aus den USA, bietet Altersvorsorge, 401k Pläne, ETFs, etc. an
- Dividendenrendite bei 5,8%
- Erhöhen seit 40 Jahren und keine Senkung seit 40 Jahren
- Pay-Out vom Gewinn bei 53% und 45% vom FCF
- Steigerung der letzten 5 Jahre um 4% p.a.
- Umsatz seit vielen Jahren steigend, sehr starker Anstieg während Corona und danach kurzfristig fallend. Inzwischen ist der Umsatz fast wieder auf ATH
- Nettogewinn schwächer steigend und zuletzt stagnierend auf ca. Vor-Corona Niveau
- Nettomarge von 28%, Operative Marge bei 31% und deutlich schwächer als Vor-Corona (43%)
- Keine Langfristigen Verbindlichkeiten
- Eigenkapital fast kontinuierlich steigend (ca. 6% p.a. seit 2014)
- ROE und ROIC ca. 18%, vor Corona ca. 22% und sehr stabil bzw. leicht steigend. Inzwischen stagnierend
- KGV von 9,4. Damit niedriger als der ø der letzten Jahre aber T.Rowe hatte immer wieder ein 9er KGV (17, 18, 20, 22)
- K/FCF von 16, FCF geringer als Vor-Corona
- Problem: T.Rowe hat seit Jahren einen Netto Vermögensabfluss, das bedeutet: Mehr Leute ziehen ihr Geld raus, als das neue mit T.Rowe investieren
- Grund: Vermutlich weil T.Rowe sehr viele Boomer als Kunden hat die jetzt nach und nach in Rente gehen
Das einzige, dass mich an einem Investment hindert (bzw. der Grund warum ich die Aktie verkauft habe), ist der ständige Geldabfluss. An sich wachsen AUM (Assets Under Management) aufgrund der steigenden Börsen, aber Leute ziehen ihr Investment unter dem Strich relativ deutlich ab. Nettomargen, ROIC, Bilanz, Pay-Out Rations sehen alle Top aus, da kann man sich nicht beschweren.
Fazit
Wer eine regelmäßige und (vermutlich) sichere hohe Dividende möchte, ist mit keinem der drei schlecht beraten. Alle drei sind zudem historisch niedrig bewertet und weisen auch mögliche Kurspotenziale auf. Alle haben aber auch Punkte, warum man von einem Investment absehen könnte/sollte.
Ich werde nicht investieren, da mich keins der Unternehmen überzeugt. Bei der Bewertung betrachte ich die Dividende nicht, auch wenn sie so hoch und sicher erscheint wie bei den drei Unternehmen. Aber natürlich verpasse ich dann auch manche Gelegenheiten wie BAT.
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