Maximaler Cashflow: Dogs of the Dow gegen Dividenden- und S&P500 ETFs 

von | 26. März 2026 | Allgemein

Kennst du die Dogs of the Dow Strategie? Kaufe jedes Jahr die 10 Aktien mit der höchsten Dividendenrendite und investier in jede Aktie gleich viel. Und das wiederhole jedes Jahr. 

Funktioniert das aber? Hohe Rendite entsteht oft durch gefallenen Kurs, daraus entsteht eine mögliche Überreaktion des Marktes. Historisch konnten diese „Dogs“ zeitweise den Markt übertreffen, was mit der Market-Overreaction-Hypothese erklärt wird.

Die Inhalte dieses Beitrags stellen keine Anlage-, Finanz- oder sonstige Beratung dar. Es handelt sich ausschließlich um persönliche Einschätzungen. Bitte führe deine eigenen Recherchen durch und treffe Entscheidungen selbstständig.

Kurzfassung

  • Die Dogs of the Dow sind jedes Jahr die 10 Aktien mit der höchsten Dividendenrendite. Zwischen 2000 und 2017 hat diese Gruppe 7,9% p.a. erwirtschaftet
  • Ein klassischer weltweiter Dividenden ETF schaffte zwischen 2009 und 2026 ca. 10% p.a.
  • Höchste Rendite bringt aber weiterhin ein S&P500 ETF , der ist breiter gestreut und bietet eine höhere Rendite 

Dividenden Investments

Laut forbes.com haben die Dogs of the Dow seit dem Jahr 2000 – 2017 als Gruppe eine durchschnittliche Rendite von 7,9 % erzielt. Damit übertreffen sie sowohl die Rendite des S&P 500 von 5,8 % als auch die durchschnittliche Rendite des Dow Jones Industrial Average selbst von 6,3 %.

Für die Jahre nach 2017 habe ich aber keine verlässlichen Daten mehr gefunden. Lediglich im Jahr 2023 berichtet der Motley Fool über das grandiose scheitern der Dogs of the Dow Strategie im Vergleich zum S&P500 im entsprechenden Jahr. Daher ist es schwierig eine Aussage zu treffen, ob es Sinn macht, diese Strategie zu fahren.

Aber es gibt ja zum Glück auf Dividenden ETFs, die ich für einen Vergleich nutzen kann: 

ETF Vergleich

iShares STOXX Global Select Dividend 100: 

  • ca. 4% Dividendenrendite (19.03.2026)
  • ø 9,9% Rendite p.a. seit 2009 wenn Dividenden reinvestiert werden
  • +62% Rendite in den letzten 5 Jahren inkl. Ausschüttungen
  • + 27% Rendite in den letzten 5 Jahren durch reine Kursgewinne
  • 100 Aktien und die USA machen nur 16% aus
  • 0,46% TER Kostenquote

State Street SPDR S&P Global Dividend Aristocrats:

  • Ca. 4,1% Dividendenrendite (19.03.2026)
  • Ø 6,3% Rendite p.a. seit 2014 wenn Dividenden reinvestiert werden
  • +40% Rendite in den letzten 5 Jahren inkl. Ausschüttungen
  • +13% Rendite in den letzten 5 Jahren durch reine Kursgewinne
  • 100 US Dividendenaristokraten (25 Jahre Dividendenerhöhungen)
  • 0,45% TER Kostenquote

iShares Core S&P 500:

  • Ø 13,9% Rendite p.a. seit 2010
  • +87% Rendite in den letzten 5 Jahren
  • 500 Unternehmen aus den USA (S&P500 Index)
  • 0,07% TER Kostenquote

Laut just ETF ist der iShares STOXX einer der am besten performenden Dividenden ETFs. Trotzdem hängt er meilenweit dem klassischen und langweiligen S&P500 ETF hinterher. Wenn man 10.000 EUR wären beim iShares STOXX seit 2009 ca. 50.000 EUR geworden (vorausgesetzt man hätte reinvestiert). Beim S&P 500 ETF wären seit 2010 (ein Jahr weniger) sogar 80.000 EUR geworden. Für ein regelmäßiges zusätzliches Einkommen ist der Dividenden ETF sicherlich eine sehr gute Möglichkeit. Der Vorteil ist auch, dass man eine Zahlung in schwachen oder rückläufigen Marktphasen erhält. Alternativ kann man natürlich auch in den S&P500 mit einer besseren Gesamtrendite investieren und  monatlich/jährlich einen Teil verkaufen um damit sein verfügbaren Einkommen aufzubessern. Das kann sogar die bessere Strategie sein, wenn man von jährlich steigenden Kursen ausgeht, dann hat man offensichtlich am Ende mehr (höhere Rendite = höherer Ertrag). 

Machen die Dow Dogs noch Sinn?

Was ist nun aber mit der Dogs of the Dow Strategie? Macht das nun Sinn oder nicht? Offensichtlich ist, das man mehr Zeit und Aufwand in diese Strategie investieren muss, schließlich muss man erstmal rausfinden welche Aktien die jährlichen Dogs sind. Zudem fallen entsprechende Transaktionsgebühren an, die kann man mit entsprechenden günstigen Brokern aber auch umgehen. Aber was man nicht umgehen kann sind die dann jährlich anfallenden Steuern auf Gewinne. Bei thesaurierenden ETFs profitiert man vom Zinsenszinseffekt deutlich stärker, da die Steuerzahlungen erst zum Schluss (beim Verkauf, also der Entnahmephase) anfallen. Außerdem hat man bei ETFs eine Teilfreistellung von 30% auf Gewinne. Bei der Dogs of the Dow Strategie hat man diese nicht und man zahlt jährlich Steuern. Man muss also eine entsprechende und deutliche Überperformance hinlegen, damit die Strategie aufgeht. Da es keine verlässlichen Daten der jüngeren Geschichte gibt, werde ich diese Strategie sicherlich nicht fahren.

Fazit

Ich werde bei der Value Investive Strategie bleiben und nicht auf Strategien wie Dogs of the Dow setzen. Diese Strategie ergibt für mich keinen Sinn, auch wenn sie früher mal funktioniert hat, ist meines Erachtens ein ETF (egal ob Divi ETF oder nicht) meilenweit überlegen, da man weniger Aufwand und die 30% Teilfreistellung auf Gewinn hat. 

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